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Ratgeber

Schichtsysteme erklärt – von Wechselschicht bis DuPont

Welches Schichtmodell steckt hinter deinem Dienstplan? Die gängigen Systeme im Überblick.

Zweischicht- und Dreischichtsystem

Im Zweischichtsystem wechseln sich Früh- und Spätschicht ab, meist wochenweise. Im Dreischichtsystem kommt die Nachtschicht dazu, typischerweise mit drei Schichten zu je 8 Stunden, zum Beispiel 6–14, 14–22 und 22–6 Uhr.

Wird nur montags bis freitags gearbeitet, spricht man von teilkontinuierlicher Schichtarbeit.

Kontischicht

Bei der vollkontinuierlichen Schichtarbeit – kurz Kontischicht – läuft der Betrieb rund um die Uhr an sieben Tagen. Mehrere Teams wechseln sich in einem festen Rhythmus ab, damit jede Schicht auch an Wochenenden und Feiertagen besetzt ist. Ein verbreitetes Muster ist 2-2-2-2: zwei Früh-, zwei Spät-, zwei Nachtschichten, dann zwei freie Tage.

12-Stunden-Systeme im Vergleich

Viele Betriebe, Kliniken und Einsatzdienste arbeiten mit 12-Stunden-Schichten. Die drei bekanntesten Muster:

Gängige 12-Stunden-Schichtsysteme
SystemRhythmusZyklusØ Stunden pro Woche
4 on / 4 off4 Tage Dienst, 4 Tage frei8 Tage42
2-2-32 Dienst, 2 frei, 3 Dienst, 2 frei, 2 Dienst, 3 frei14 Tage42
DuPont4 Nächte, 3 frei, 3 Tage, 1 frei, 3 Nächte, 3 frei, 4 Tage, 7 frei28 Tage42

So rechnest du die Wochenstunden nach

Bei 4 on / 4 off arbeitest du 4 × 12 = 48 Stunden in 8 Tagen. Auf eine Woche gerechnet sind das 48 ÷ 8 × 7 = 42 Stunden. Beim 2-2-3-System sind es 7 Dienste à 12 Stunden in 14 Tagen, also 84 Stunden in zwei Wochen – ebenfalls 42 pro Woche.

Achtung: Ob 12-Stunden-Schichten in Deutschland zulässig sind, hängt vom Einzelfall ab. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt werktäglich grundsätzlich 8, höchstens 10 Stunden; längere Schichten sind nur mit Ausnahmen etwa aus einem Tarifvertrag möglich.

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